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Was die Reifen für das Wohnmobil oder den Wohnwagen, sind die Heringe fürs Zelt - naja, nicht ganz, aber eine ähnlich wichtige Funktion haben sie doch: Zeltheringe sorgen - gemeinsam mit dem Zelttyp und dem Gestänge - für einen sicheren Stand, eine verlässliche Bodenhaftung und auch bei Wind, Regen oder sogar Sturm steht das (Vor-)Zelt mit der Auswahl der passenden Heringe stabil.
Das Wichtigste vorab
Bodenbeschaffenheit - je weicher der Boden, desto weniger stabil muss der Hering sein
Zeltgröße - je größer und schwerer das Zelt ist, desto stabiler müssen die Heringe sein
Gewicht - Bist du mit dem Auto unterwegs, spielt Gewicht eine untergeordnete Rolle.
Empfehlung der Redaktion
Diese Heringe sind sehr robust und aus Stahl gefertigt, sie lassen sich mit einem Hammer leicht einschlagen und dank des Griffes auch einfach herausziehen. Sie sind dafür nicht ganz preiswert. Es gibt sie in Sets mit verschiedenen Mengen.
Leichte Heringe
Diese Heringe aus Kunststoff sind besonders leicht. nur ca. 70 Gramm je Hering.
Zeltheringe - was ist wichtig beim Kauf?
Zeltheringe (seltener auch: Zeltnägel) zu klassifizieren ist ungefähr so variantenreich wie den besten Smartphone-Tarif zu finden - denn wie immer: Wenn es ins Detail geht, wird es kompliziert. In diesem Ratgeber haben wir einen Überblick zu den gängigsten Varianten und Kombinationen erarbeitet, bei dem diese drei Kriterien als Basis dienen:
Bodenbeschaffenheit
Material
Profil und Bauart.
Kriterium 1: Bodenbeschaffenheit
Die Bodenbeschaffenheit ist eine Art übergeordnetes Kriterium, das sowohl das Material der einzusetzenden Heringe als auch deren Bauart bestimmt. Es gibt Tabellen, die für verschiedene Campingländer eine Einteilung in eher weiche, mittlere oder harte Böden vornehmen. Theoretisch mag das stimmen, aber in der Praxis kannst du im Bayerischen Wald mit eigenlich "normalem Untergrund" ebenso auf einen härteren, verfestigten Boden treffen, so wie du in Portugal auch mal auf einem weicheren Sandboden stehen kannst. Deshalb: Die Böden auf einer Reise werden von Platz zu Platz, von Ort zu Ort variieren - deshalb ist es hilfreich, verschiedene Sets an Heringen je nach gewählter Reiseroute dabeizuhaben. Welche für dein Zelt, Vorzelt, Sonnensegel oder Pavillon in frage kommen, schauen wir uns im Folgenden an.
Kriterium 2: Material
Material = Gewichtsthematik, aber eben auch ein wichtiger Aspekt, um die Heringe überhaupt in den Boden zu bekommen. Beim Zelttrekking drückt das Gewicht auf den Rücken, beim Reisen mit dem Camper auf die Zuladung - doch für einen stabilen Stand deines (Vor-)Zelts musst du die Gewichte in Kauf nehmen. Wie du ein Vorzelt oder eine Markise sturmfest sicherst, erklären wir dir in diesem Beitrag.
Folgende Materialien sind üblicherweise erhältlich:
Kunststoff
Aluminium
Stahl
Titan
Holz (selten)
Kunststoffheringe sind leicht, gleichzeitig robust und schlagfester als etwa Aluminiumnägel - so sind sie für weiche, teils auch für mittlere Böden geeignet. Viele Hersteller fertigen die Heringe aus Polyprophylen. Heringe aus Aluminium sind ebenfalls sehr leicht und deshalb ein gerne genommener Begleiter für Trekkingwanderungen mit dem Zelt. Eine Schwachstelle ist das mögliche Verbiegen der Heringe - das kann bei härterem Boden oder falschen Einschlagen schnell passieren.
Bei Stahlheringen sieht das schon anders aus: Sie sind robust und auch für den alpinen Bereich geeignet, dafür schwerer und teurer. Vor allem für harte Böden sowie größere, schwere Zelte sind sie eine gute Wahl, genauso wie die Erdnägel aus Titan. Diese bieten den Vorteil, dass sie leichter sind als die aus Stahl, sogar stabiler - und dafür natürlich auch sehr teuer. Heringe aus Holz sind heutzutage eher die Ausnahme beim Zelten: Sie sind für weiche Böden geeignet und damit eine Alternative zu Kunststoff und Aluminium.
Kriterium 3: Profil und Bauart
Die am weitesten verbreiteten Varianten von Zeltheringen:
Standard-Zeltheringe
V-Heringe und U-Heringe
T-Zeltheringe (auch als Stiftform)
Schraubheringe
Erdnägel mit und ohne Gewinde
Standard-Zeltheringe werden üblicherweise beim Kauf eines Zelts mitgeliefert. Sie sind aus Aluminium oder leichtem Stahl und für weiche bis mittlere Böden wie Wiesen- oder Walduntergrund geeignet. Sie sind rund und oben lediglich im rechten Winkel oder zu einer Öse zusammengebogen. Beim Einschlagen mit einem Gummihammer können sie sich schnell verformen, sobald ein Hindernis wie eine Wurzel oder ein Stein im Weg ist.
V- und U-Heringe - nach der Form des Profils benannt - bestehen aus leichtem Material wie Alu oder Stahlblech und sind besonders für weiche Untergründe wie Sand oder Schnee geeignet. Deshalb werden sie umgangssprachlich auch Sandheringe oder Schneeheringe genannt. Es genügt in der Regel, sie mit der Hand oder dem Fuß in den Boden zu drücken, oder ein paar leichte Schläge mit dem Gummihammer draufzugeben.
Die Kopfform der T-Zeltheringe aus Stahl oder Titan (seltener: Carbon) gleicht dem Buchstaben T. Dieser Typ ist für harte Böden mit hohem Gestein-Anteil geeignet, da sie sowohl die Gesteine im Boden als auch härtere Schläge mit dem Hammer abkönnen. Statt des T-Profils gibt es die Heringe als Stahl oder Titan auch mit rundem Kopf als Stiftform. Eine weitere Form ist der Schraubhering - eine Mischung aus Hering und Schraube. Sie bestehen aus Kunststoff oder Stahl und eignen sich optimal für harte und felsige Böden. Hier kommt auch kein Hammer zum Einsatz, sondern du drehst den Hering mit etwas Druck in den Boden ein. Bekannt und beliebt sind diese von Peggy Peg oder Wurmi.
Eine Stufe "härter" vertragen es die Erdnägel für Felsböden: Die spitzen und dünnen Nägel lassen sich gut einschlagen und bahnen sich den Weg zwischen kleinen Steinen. Sie sind mit und ohne Gewinde erhältlich, kürzer als Standard-Heringe, bestehen aus Stahl oder Titan. Für das alpine Einsatzgebiet sind diese auch mit Gewinde zum Einschrauben in den Fels erhältlich. Bezüglich der Länge von Zeltheringen spielt zum einen die Bauart eine Rolle, aber auch die Größe des (Vor-)Zelts - bitte achte hier immer auf die Empfehlungen des Herstellers.
Exkurs: Tellerkopfschrauben
Eine unter Campern mittlerweile gängige Alternative zu Zeltheringen für weiche und mittlere Böden (außer Sand) sind Tellerkopfschrauben (auch: Scheibenkopfschrauben). Der Name entstammt der Form des Produkts - der Kopf der Schraube hat die Form eines Tellers. Diese werden abseits des Campings etwa im Holzbau verwendet. Sie sind sehr griffig, komfortabel zu handeln, haben ein scharfes Gewinde und sind - im Vergleich zu Heringen - oftmals eine wirklich günstige Alternative. Eine beliebte Größe sind M8 und M10 in 180 mm und 280 mm, mit entsprechenden Unterlegscheiben, denn diese vergrößern den Kopf der Schraube. Du kannst sie, genau wie die Heringe, für einen stabilen Halt im 45-Grad-Winkel versenken.
Zusammenfassung im Überblick - der richtige Zelthering
Produktempfehlungen für die verschiedenen Heringstypen
V-Heringe aus leichtem Stahl
Balinco – Heringe Zelt mit V-Profil 10er Set 230x16 mm - Verzinkte Zeltheringe mit Lochöse – Stabile Erdnägel für Camping, Zelt, Pavillon, Sonnensegel, Abspannleinen – Bodenanker für mittelharte Böden
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U-Heringe
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Standard-Heringe
com-four® 12x Zelt-Heringe aus Stahl 23cm x Ø 5mm - Lange und robuste Erdnägel für Camping und Outdoor - ideal für normalen Boden
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T-Heringe
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Schraubheringe: das Set von Wurmi inklusive Tasche
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Wurmi Starterset mit Tasche
Starterset ist mit einem bewährten Hakenclip
40x Standard-Wurmis
1x Handschraubadapter
40x Hakenclips
1x Klick-Nuss
Aufbewahrungstasche für Standard-Wurmis
Schraubheringe: aus Metall
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Wurmi Profiwurm
Der Vorteil: Man benötigt nur 2 Profiwürmer und 2 Schäkel (28mm), um Markisen oder Rollmarkisen am Boden zu befestigen.
Material: Aluminium
steigender Durchmesser bis 27 mm
24 mm Schraubkopf
8 Flanken
8 mm Durchgangsloch im Schraubkopf
Länge: 30 cm
Felsnägel aus Titan
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Via Mondo Titan Heringe-Box
20 Felsnägel mit Haken
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Durchmesser 6,5 mm
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Heringe für Zelt, Vorzelt & Co. - Tipps zur richtigen Anwendung, Pflege und Aufbewahrung
Auch Zeltheringe erfreuen sich einer längeren Lebensdauer, wenn sie gut behandelt und gepflegt werden - wir haben dir Tipps zum richtigen Handling in fünf Schritten zusammengestellt.
Schritt 1: Das richtige Equipment und Zubehör einpacken
Ergänzend zu den passenden Heringen (vorzugsweise verschiedene Typen) ist das passende Werkzeug unerlässlich für ein komfortables Handling. Übersichtlich ist die Zubehörliste zudem: ein passender Hammer - je nach Hering ein Gummihammer, ein Hammer mit Kunststoffkopf oder aus Stahl -, ein Heringsauszieher (auch: Heringzieher) und eine Aufbewahrungstasche sind alles, was du brauchst. Statt eines Hammers könnte man doch auch einen Stein, einen Kanister oder ähnliches verwenden? Nein, zumindest nicht, wenn du die Heringe nicht beschädigen möchtest.
Schritt 2: Heringe korrekt einschlagen
Beim Einschlagen wird empfohlen, den Hering in einem Winkel von etwa 45 Grad zu versenken. Mit diesem Maß sitzt der Hering bestmöglich im Boden. Für einen stabilen Halt und vor allem verminderte Verletzungsgefahr ist es sinnvoll, die Heringe komplett in den Boden zu schlagen.
Schritt 3: Zeltschnüre spannen
Nach dem Aufbau des Zelts mit Gestänge oder per Luftaufpumpen und dem Setzen der Heringe spannst du die Zeltschnüre. Die ideale Abspannrichtung ist grundsätzlich in Richtung der Flucht der Zeltnähte, damit vermeidest du eine Schieflage. Übrigens eine Packliste fürs Zelten findest du in diesem Beitrag.
Schritt 4: Heringe ordentlich herausziehen
Beim Zeltabbau geht das Entfernen der Heringe aus dem Boden mit einem Heringsauszieher schnell und komfortabel. Einige Hammer haben bereits einen solchen Haken integriert, ansonsten lohnt sich die Anschaffung eines eigenen Heringsausziehers als komfortable Hilfe.
Schritt 5: Heringe reinigen und verstauen
Bevor du die Heringe verpackst und vor allem vor längerer Einlagerung ist es empfehlenswert, sie mit einem feuchten Tuch von den Erdresten befreien und anschließend trocknen lassen. Wenn du sie anschließend in einer passenden Aufbewahrungstasche verstaust, sind sie bestens bis zum nächsten Einsatz aufgehoben.
Fazit
Beim Campen kannst du weder die Bodenverhältnisse noch das Wetter vorhersehen, und erst recht nicht beeinflussen. Damit du immer die passenden Heringe für dein Zelt oder Vorzelt dabei hast, ist es sinnvoll, je nach Reiseroute und -ziel mehrere Sets für verschiedene Ansprüche einzupacken - so bist bestens vorbereitet! Und damit du neben den passenden Heringen nichts Wichtiges vergisst, haben wir eine Checkliste zur Erstausstattung für Wohnwagen und Wohnmobile zusammengestellt.
Titelbild © Depositphotos.com / mac_sim

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